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DEUTSCHER SCHLACHTSCHWEINEMARKT BLEIBT 2010 AUF UMFANGREICHE EXPORTE ANGEWIESEN
16.12.2009 - Der deutsche Schlachtschweinemarkt bleibt im kommenden Jahr auf umfangreiche Exporte als Ver-marktungsventil angewiesen, sonst ist Preisdruck vorprogrammiert. Christian A l t e r von der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) geht davon aus, dass die Schweinefleischerzeugung gegenüber dem Kalenderjahr 2009 um 2,4 % auf die Rekordmarke von 5,40 Mio t steigen könnte. Dem steht ein Inlandsverbrauch von geschätzten 4,41 Mio t gegenüber. Die Einfuhr von Schweinefleisch könnte 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % auf 1,26 Mio t zulegen. Um den Markt zu räumen, müssten also rund 2,25 Mio t Schweinefleisch jenseits der deutschen Landesgrenzen vermarktet werden, erläuterte der AMI-Geschäftsführer vergangene Woche anlässlich der Agrarmarketingtage in Berlin. Das wären gut 6 % mehr als die 2,12 Mio t, die die AMI für dieses Jahr an deutschen Schweinefleischlieferungen ins Ausland erwartet. Der Ausfuhrüberschuss beim Schweinefleisch ist in den letzen Jahren kräftig gewachsen: 2005 war die Handelsbilanz für bei Exporten von 1,15 Mio t sowie Zukäufen von 1,11 Mio t noch fast ausgeglichen. Den Selbstversorgungsgrad sehen die Bonner Marktbeobachter 2010 bei 110 % gegenüber 104 % im jetzt zu Ende gehenden Jahr. AMI-Geschäftsführer Alter erwartet für 2010 gute Absatzchancen für deutsches Schweinefleisch auf dem Weltmarkt. Es bestehe Hoffnung auf eine weltweit anziehende Nachfrage. Impulse könnten vor allem von den lukrativen asiatischen Märkten ausgehen. Vor dem Hintergrund der steigenden Exportabhängigkeit appellierte Heinrich D i e r k e s von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) an die neue Bundesregie-rung, ihre Bemühungen zur Öffnung neuer Absatzmärkte künftig noch zu intensivieren. „Ein Rückfall in die Lethargie von vor fünf Jahren oder eine grüne Gralssuche bei der Bio-, Öko- und Regionalerzeu-gung wäre eine volkswirtschaftliche Bankrotterklärung“, betonte der ISN-Vorsitzende.
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