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EXPORT VON ZUCHTRINDERN NACH BT-IMPFUNG WIEDER GESTIEGEN
29.07.09 - Die flächendeckende Impfung der Rinderbestände in Deutschland gegen den Virustyp 8 der Blauzun-genkrankheit (BTV 8) hat den Export von Zuchtrindern wieder beflügelt. Wie der Deutsche Holstein Verband (DHV) vergangene Woche berichtete, wurden im ersten Halbjahr 2009 insgesamt mehr als 30 000 Zuchtrinder ins Ausland vermarktet, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Zunahme von rund 25 % entsprach. Durch die flächendeckende BTV8-Impfung hätten insbesondere die traditionellen Käuferländer Italien und Spanien wieder sehr stark auf deutsche Holsteingenetik zurückgegriffen, stellte der DHV fest. In diese beiden Länder seien in den ersten sechs Monaten jeweils mehr Tiere verbracht worden als im Gesamtjahr 2008. Der Durchschnittspreis je exportiertes Rind ist dem Verband zufolge aber um rund 150 Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 gesunken. Diese Zahl beinhalte einen nicht realisierten Gewinn von 5 Mio Euro im Berichtszeitraum für die an der Exportvermarktung beteiligten Zuchtbetriebe. Die Aussichten für den Export in der zweiten Jahreshälfte würden wesentlich von der weiteren Entwicklung der Blauzungenkrankheit mit ihren verschiedenen Virustypen beeinflusst, führte der DHV weiter aus. Bleibe das Krankheitsgeschehen im Bundesgebiet stabil, sei mit keinen weiteren größeren Hemmnissen im Auslandsgeschäft zu rechnen. Der Export nach Russland von gegen BTV 8 geimpften Rindern werde weiterhin nur unter Auflagen stattfinden können, so dass das Land kurzfristig als Absatzmarkt nur sehr bedingt zur Verfügung stehe, obwohl der Bedarf an Zuchtrindern für den Aufbau einer nachhaltigen Milchproduktion dort immer noch sehr hoch sei. Der DHV rechnet nach einer intensiven Sommerpause im Drittlandsexport aber mit einer raschen Bele-bung des Verkaufs im Herbst. So hätten unter anderem auch Ägypten und Libyen größere Aufträge in Aussicht gestellt.
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