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Immer weniger Rindfleisch aus der EU
24.10.2009 - Am europäischen Rindfleischmarkt klafft eine immer größere Angebotslücke. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium geht davon aus, dass im Jahr 2010 Nettoimporte in Höhe von 330 000 t notwendig sind, um den Bedarf an Rind- und Kalbfleisch in den 27 EU-Partnerländern zu decken, nach Defiziten von 310 000 t und 262 000 t in diesem und im letzten Jahr. Noch größere Rindfleischzukäufe werden nach Angaben des US-Agrarressorts nur dadurch vermieden, dass die europäischen Verbraucher verstärkt alternative Eiweißträger wie Geflügelfleisch nachfragen.
In Washington geht man davon aus, dass das Rindfleischaufkommen in der EU 2010 gegenüber dem Vorjahr um 50 000 t auf 7,95 Mio. t in Schlachtgewicht schrumpft. Dagegen soll die Nachfrage im Jahresvergleich nur um 30 000 t auf 8,28 Mio. t zurückgehen. In der Außenhandelsbilanz für 2010 stehen einem geschätzten Rindfleischexport in Höhe von 160 000 t Drittlandszukäufe von 490 000 t gegenüber. Von dem im kommenden Jahr erwarteten Produktionsdefizit profitieren in erster Linie die Brasilianer. Die haben ihre Rindfleischexporte in die EU wieder hochgefahren, nachdem sie durch verschärfte Importvorschriften der Brüsseler Veterinäre zwischenzeitlich ausgebremst worden waren. Brasilien beliefert die EU unter anderem mit dem qualitativ hochwertige „Hilton Beef“, für das Einfuhrquoten gelten.
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