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KEIN EINVERNEHMEN ÜBER GEMEINSAME EXPORTFÖRDERUNG
06.07.09 - Die deutsche Ernährungswirtschaft kommt bei der Exportförderung nach wie vor nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Zwar bestand bei einem Gespräch zwischen den Spitzen der Branche und des Bundeslandwirtschaftsministeriums am vergangenen Donnerstag in Berlin zumindest im Grundsatz Einvernehmen über die Notwendigkeit einer branchengetragenen Dachorganisation, über deren Finanzierung und Ausgestaltung gehen die Auffassungen aber offenbar weiterhin auseinander. Vor allem aus den Reihen der Süßwarenindustrie, aber auch von Seiten der Milch-wirtschaft, die überraschend keinen eigenen Vertreter zu dem Treffen entsandt hatte, gibt es offenbar Widerstand gegen ein schlagkräftiges und mit hinreichend Kompetenzen ausgestattetes Branchendach. Bundeslandwirtschafts-ministerin Ilse Aigner, die ebenso wie ihre Staatssekretäre Dr. Gerd Müller und Gert Lindemann an der Unterredung teilnahm, stellte noch für 2009 eine projektbezogene Anschubfinanzierung von 500.000 Euro für eine Dachorganisation in Aussicht. Voraussetzung sei allerdings eine finanzielle Beteiligung der Wirtschaft in gleicher Höhe. Während German Meat, die Exportförderorganisation der Fleischbranche, Bereitschaft signalisierte, einen angemessenen Beitrag zu leisten, gab sich die Süßwarenindustrie zugeknöpft. Dort gibt es Vorstellungen über ein Branchendach mit einem Geschäftsführer plus Sekretärin. Das Agrarressort hält dies angesichts der zu bewältigenden Aufgaben für völlig unzureichend. Aigner forderte die anwesenden Vertreter der deutschen Ernährungswirtschaft auf, bis Ende Juli einen förderfähigen Vorschlag vorzulegen, der den Exportinteressen der klein- und mittelständischen Unternehmen gerecht werde.
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