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NL: TAUSENDE SCHAFE UND ZIEGEN WERDEN WEGEN COXIELLA BURNETII GETÖTET
16.12.2009 - In der niederländischen Provinz Noord-Brabant sollen bis zu 20.000 Schafe und Ziegen getötet werden, um eine weitere Ausbreitung des sogenannten Q-Fiebers (query-fever) bei Menschen zu verhindern. Von dieser Anordnung der Regierung seien 55 landwirtschaftliche Betriebe betroffen, berichtete am Donnerstag die Zeitung „de Volkskrant“. In den Niederlanden stieg die Zahl der Erkrankten im zurückliegenden Jahr „explosionsartig“ auf 2.300 an. Sechs Patienten seien am Q-Fiebers gestorben. Um die weitere Ausbreitung des Erregers in den Schaf- und Ziegenbeständen einzudämmen, wurde Anfang 2009 mit einer umfangreichen Impfaktion begonnen. Diese soll noch bis mindestens 2011 weitergeführt werden.
Q-Fieber ist eine weltweit verbreitete, vom Tier zum Menschen übertragbare Infektionskrankheit (Zoonose). Sie wird vor allem von Schafen übertragen, seltener aber auch anderen Tieren wie Rindern, Ziegen, Kamelen und Nagetieren sowie von Zecken, Wildtieren, Hunden und Katzen.
Der Erreger Coxiella burnetii wird über die Ausscheidung von infizierten Tieren, insbesondere Kot und Urin verbreitet. Der Erreger bleibt in getrocknetem Zustand über Monate infektiös und ist dabei sehr unempfindlich gegen Umwelteinflüsse, das heißt, er kann auch längere Zeit in Erde oder Staub über-leben. Der Mensch steckt sich meistens durch Einatmen des Erregers an. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht besonders in der Zeit, in denen die Schafe ihre Lämmer zur Welt bringen. Für infizierte Tiere selbst ist eine Infektion in der Regel ungefährlich, sie erkranken in der Regel nicht. Es kommt aber bei infizierten Tieren zu Fehlgeburten – bei Schafen zum sogenannten „Verlammen“.
Die Sprecherin von EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou erklärte, man könne die Situati-on mangels Vergleichbarkeit nur sehr schwer kommentieren. Es gebe zum Q-Fieber weder EU-Regeln noch Richtlinien der Internationalen Organisation für Tiergesundheit (OIE). Man werde die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beauftragen, zu den Vorfällen ein Gutachten anzufertigen.
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