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TRANSATLANTISCHE ANNÄHERUNG DER SCHLACHTSCHWEINEPREISE ERWARTET
11.08.09 - Die Notierungen für Schlachtschweine in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten dürften sich - umgerechnet in Euro - bis zum Jahresende allmählich aufeinander zubewegen. Das geht aus Prognosen hervor, die beim zuständigen Verwaltungsausschuss in Brüssel vorgelegt wurden. Demnach rechnet die EU-Kommission damit, dass die Preise im Binnenmarkt gegen Jahresende nachgeben und sich der Marke von 145 Euro je 100 kg nähern. Dies dürfte unter anderem mit saisonalen Effekten zu erklären sein, denn traditionell erreichen die Notierungen im dritten Quartal eine Spitze. Entgegen diesem Trend sollen sich die Schlachtschweinepreise in den Vereinigten Staaten vom aktuell niedrigen Niveau erholen und gegen Jahresende die Marke von umgerechnet 120 Euro/100 kg nehmen. Unklar bleibt, inwieweit dies allein auf Währungseffekte oder vielmehr auf Marktentwicklungen in den USA selbst zurückzuführen ist. Eine wichtige Rolle bei der Preisentwicklung spielt der Absatz im Export. Bei den Schweinefleischausfuhren der Europäischen Union haben sich in diesem Jahr erhebliche Verschiebungen vollzogen. Insgesamt fielen die EU-Ausfuhren an Schweinefleisch von Januar bis Mai 2009 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode mengenmäßig um gut 10 % auf 934 000 t und dem Wert nach um knapp 6 % auf 1,51 Mrd Euro.
Laut Angaben der EU-Kommission sanken die EU-Schweinefleischlieferungen nach Russland von Januar bis Mai 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 % auf 265 440 t. Wertmäßig wurde sogar ein Minus von 22 % auf knapp 343 Mio Euro registriert. Andererseits verdop-pelten sich die Lieferungen in die Ukraine, und zwar auf immerhin fast 70 000 t. Zugewinne konnten die EU-Verkäufer auch beim Handel mit Kroatien bei einem Plus von 14 % und Ausfuhren von mehr als 25 000 t Schweinefleisch verzeichnen. Insgesamt rückläufig waren die Lieferungen auf die wichtigsten Absatzmärkte in Asien. So nahm Hongkong nur noch gut 155 000 t Schweinefleisch aus der Europäischen Union ab; das waren 26 % weniger als von Januar bis Mai 2008. Die Lieferungen nach Japan schrumpften um 18 % auf knapp 83 000 t. Zweistellige Einbußen wurden auch im Südkorea-Export mit einem Minus von 12 % auf 46 277 t verbucht. Andererseits stiegen die Ausfuhren nach China um 4 % auf mehr als 65 000 t. Die ohnehin kaum bedeutenden Schweinefleischimporte der Europäischen Union gingen von Januar bis Mai 2009 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum weiter zurück, und zwar insgesamt der Menge nach um 4,6 % auf knapp 23 000 t sowie wertmäßig um 10,5 % auf 39,3 Mio Euro. Überdurchschnittlich sanken dabei die Einfuhren aus den USA. Der Boom der US-Lieferungen nach Europa, der 2008 zu beobachten gewesen war, fand damit ein jähes Ende. Gegen den rückläufigen Gesamttrend wuchsen hingegen die EU-Schweinefleischimporte aus Chile, und zwar mengenmäßig um knapp ein Drittel auf gut 8 300 t sowie dem Wert nach um mehr als ein Viertel auf rund 18 Mio Euro.
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