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VERSCHIEBUNGEN BEIM EU-SCHWEINEFLEISCHEXPORT
11.08.09 - Im Schweinefleischexport der EU haben sich in diesem Jahr erhebliche Verschiebungen vollzogen. Laut Angaben der EU-Kommission sanken die Ausfuhren nach Russland von Januar bis Mai 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18 % auf 265 440 t. Wertmäßig wurde sogar ein Minus von 22 % auf knapp 343 Mio. Euro registriert. Andererseits verdoppelten sich die Lieferungen in die Ukraine nahezu, und zwar auf immerhin fast 70.000 t. Zugewinne konnten die EU-Lieferanten auch beim Handel mit Kroatien bei einem Plus von 14 % auf Ausfuhren von mehr als 25 000 t Schweinefleisch verzeichnen. Insgesamt rückläufig waren die Lieferungen auf die wichtigsten Absatzmärkte in Asien. So nahm Hongkong nur noch gut 155.000 t Schweinefleisch aus der Europäischen Union ab, das waren 26 % weniger als von Januar bis Mai 2008. Die Lieferungen nach Japan schrumpften um 18 % auf knapp 83.000 t. Zweistellige Einbußen wurden auch im Südkorea-Export mit einem Minus von 12 % auf 46.277 t verbucht. Andererseits stiegen die Ausfuhren nach China leicht um 4 % auf mehr als 65.000 t. Insgesamt fielen die EU-Ausfuhren an Schweinefleisch von Januar bis Mai 2009 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode mengenmäßig um gut 10 % auf 934.000 t und dem Wert nach um knapp 6 % auf 1,51 Mrd. Euro.
Die ohnehin kaum bedeutenden Schweinefleischimporte in die Europäische Union gingen von Januar bis Mai 2009 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum weiter zurück, und zwar insgesamt der Menge nach um 4,6 % auf knapp 23.000 t sowie wertmäßig um 10,5 % auf 39,3 Mio Euro. Überdurch-schnittlich sanken dabei die Einfuhren aus den USA. Der Boom der US-Einfuhren nach Europa, der 2008 zu beobachten gewesen war, fand damit ein jähes Ende. Gegen den rückläufigen Gesamttrend wuchsen hingegen die EU-Schweinefleischimporte aus Chile, und zwar mengenmäßig um knapp ein Drittel auf gut 8.300 t sowie dem Wert nach um mehr als ein Viertel auf rund 18 Mio Euro.
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